Freitag, 12. Oktober 2007

Neue (Film) News

Simon Pegg ist Scotty an Bord von J.J. Abrams STAR TREK Simon Pegg

JOHN RAMBO heißt jetzt RAMBO TO HELL AND BACK

300 scheint in HD der Renner schlechthin zu sein

31 Lieblingshorrorfilme

Die FAZ über SICKO

Wird die HD DVD den Formatstreit doch gewinnen?

Die am meisten erwarteten Filme


DISTURBIA bekommt ein Sequel

Schade, der Trailer zu HITMAN sah so gut aus - das macht aber jetzt gleich weniger Lust Lust, Caution Poster

Will Smith ist bei Michael Manns neuestem, EMPIRE, dabei

Für Andy Lau hat Ang Lees LUST, CAUTION (色 戒) zu viel “Lust”

Trailer und Poster zu Andy Laus neuem Film BROTHERS (兄弟)

Verbinski meint, der Westen könne vom Osten noch lernen

Spiegel Online reviewt THE KINGDOM - inklusive Video (mit Jenny!)

STARSHIP TROOPERS 3 kommt, und Van Dien ist wieder dabei

Poster zu I AM LEGEND

Neue Bilder zu THE GOOD, THE BAD AND THE WEIRD (좋은놈, 나쁜놈, 이상한놈)

Kuwait und Bahrain verbannen THE KINGDOM aus den Kinos Black Sheep Poster

Eric Bana mimt Nero, den Bösewicht in STAR TREK

Ein Prequel zu VACANCY wird kommen

GRINDHOUSE eventuell doch auf DVD?

DVD-Review zu BLACK SHEEP

Trailer zu WEIRDSVILLE


Asia Filmfest Logo

Hasselhoff wird bei ANACONDA 3 & 4 mitmachen

Eine neue Welle koreanischen Horrors ist im Anmarsch

Hollywood will Woos THE KILLER (喋血雙雄) remaken - neeeeeeeeeeeeeein!

Das Programm des diesjährigen Asia Filmfests steht

Dr. Uwe Boll kommt nach Stuttgart!Postal

Slys “Porno” kommt auf DVD

Miikes Western scheint ein wenig Ärger zu machen

Warner Bros. und die weibliche Hauptrolle

Der erste Spoof zu 300 und Co. kommt

Borat ist ein Eisen zu heiß?

Der asiatische Filmmarkt schrumpft

Judi Dench und BOND 22

Review zur DVD von TRANSFORMERS und zumindest der Ton scheint Demomaterial zu sein


Nebenbei ja, ich weiß es sind viele News aberi ch hab wieder mal gesammelt und zumtäglichen Posten komm ich nicht!

Mittwoch, 3. Oktober 2007

News

Ja lang lang ist her wo ich was geschrieben hab!! Ich bemühe mich in nächster Zeit.

Hier dann mal ein paar (alte) News die ich heute gelesen habe und für interesannt halte.


Erste bewegte Bilder zu Tom Cruises VALKYRIE

Schon wieder ein neuer Trailer zu ALIENS VS. PREDATOR: REQUIEM

Ali G alias Borat alias Sacha Baron Cohen als Peter Sellers?

Deutscher Trailer zu THE ASSASSINATION OF JESSE JAMES…Aliens Vs. Predator: Requiem

Michael Bay wird das Remake zu FRIDAY THE 13TH produzieren

BOND 22 wird in Panama gedreht

Fotos zu Dr. Bolls FAR CRY

Clip zu 30 DAYS OF NIGHT

Die LE zu 4: RISE OF THE SILVER SURFER erscheint nun auch hierzulande

Sonntag, 9. September 2007

Veronica Mars - Season 3

So nach längerer Abstinenz heute direkt mehrer Einträge *g*
Gut das ich die immer aufm PC vorschreibe und abspeichere, weil es ist doch schon etwas her als ich die dritte Staffel gesehen habe. Hier also mein Eindruck.

Wie heißt es? Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Aufhören, bevor eine Serie ihren Zenit überschritten hat. Es gibt auch unzählige Beispiele, bei denen man auf diese Binsenweiheit hätte hören sollen. Doch ebenso gibt es immer wieder Serien, die vor ihrer Zeit gehen müssen. Zu diesen gehört nun auch “Veronica Mars - Season 3″. Was werde ich sie vermissen.
Die letzte Staffel verlagert die Handlung von der Highschool ins College. Anfangs ungewohnt und doch vertraut. Der Ortswechsel bringt frischen Wind in die Serie und ergänzt sie um neue Charaktere, wobei auch liebgewonnene alte nicht fallengelassen werden. Ein schöner Neuanfang, der das Potential für mindestens eine weitere Staffel in sich getragen hätte.

Neben dem Ortswechsel gab es auch Änderungen in der Struktur der Serie: Der große, staffelübergreifende Fall ist mehreren kleineren gewichen. Anfangs konnte ich mir das nicht so richtig vorstellen, doch die kleineren Fälle haben für mich - insbesondere im Hinblick auf das recht konstruierte Ende der 2. Staffel - ziemlich gut funktioniert. Die letzten Folgen der Staffel haben dann leider auf eine episodenübergreifende Handlung verzichtet und es gab nur noch Einzelfälle, die zwar durchaus unterhaltsam waren, aber nicht annähernd so mitreißend wie ihre Vorgänger.

Das Ende der Serie lässt mich nun wahrlich enttäuscht zurück. Nicht weil es schlecht gewesen wäre, sondern weil ich Neptune und Mars verlassen musste, bevor die Geschichte ein Ende gefunden hat. Die letzte Episode hat wieder stark an die 1. Staffel erinnert: Es gab alte Feinde, alte Fehden und Potential für einen neuen großen Fall. Leider hat man der Episode in jeder Einstellung angemerkt, dass die Staffel verkürzt war. Die Handlung wurde durchgehechelt und man konnte nur erahnen, wie sie ursprünglich geplant gewesen war. Hier musste ich unweigerlich an die Stimmung des “ALIAS”-Finale denken. Am Ende saß ich da: Nur noch 5 Minuten Laufzeit und noch so viele unbeantwortete Fragen. Nur noch 4 Minuten. Nur noch 3. 2. 1. Das Ende. Veronica Mars wird nun ohne mich weiterermitteln. Keith Mars wird die Wahl verlieren und nun ohne mich spaßige Kämpfe mit Vinnie Van Lowe als Sheriff austragen. Was wird Weevil machen? Kehrt er auf die Straße zurück? Was wird aus Logan? Man wird es vermutlich nie erfahren.

“Veronica Mars” konnte mich auch in der dritten Staffel voll und ganz überzeugen. Wohl seit “ALIAS” die Drama-Serie, deren Charaktere ich am meisten vermissen werde. Einen kleinen Lichtblick gibt es für Serienfans dennoch, Kirstin Bell wird eine Superheldin in der 2. Staffel der ziemlich erfolgreichen NBC-Serie Heroes spielen die demnächst startet. 9/10 Punkten

[Quelle:http://moviescape.wordpress.com/tag/02-serien]

Neuer Teaser zu JOHN RAMBO

Hier der Link zum neuen Teaser, der noch härter als der Erste daherkommt. Alternativ kann man ihn auch im AHT oder bei CineKie schauen.

Hier kann man sich den Trailer auch herunterladen.

Neue Bilder und Musikvideo zu Miikes Italowestern

Bei FILMSTARTS.de ist über sind über ein halbes Dutzend neue Bilder zu Miikes Italowestern SUKIYAKI WESTERN DJANGO aufgetauch, unter anderem auch mit Tarantino inklusive billiger Kulisse als Motiv. Zudem ist bei YouTube endlich (!) das Video zum genialen Coversong aufgetaucht. Nur vier Worte: das wird ein Fest!

[Quelle: FILMSTARTS.de/Cinefacts]

Mittwoch, 1. August 2007

Veronica Mars - Season 2

Die zweite Staffel scheint anfangs andere Grundregeln aufzustellen, wie die erste: Veronica Mars ist nicht mehr die große Außenseiterin, sie gehört wieder mehr dazu. Damit konnte ich mich nicht so wirklich anfreunden, doch glücklicherweise entwickelt die wortgewandte Privatdetektivin schnell wieder Eigenständigkeit - und gewinnt damit neue/alte Feinde. Die erste Episode, die das Beziehungsgeflecht um Logan und Duncan aufdröselt empfand ich als einen wunderbaren Einstieg in die zweite Season: Man wurde mit den Veränderungen in Neptune bekannt gemacht und musste letztendlich doch nicht lange auf die Hauptplots der zweiten Staffel warten.

Im Gegensatz zur ersten Season wirkt der Handlungsbogen dieses Mal viel komplexer und undurchschaubarer. Es gibt zwei Hauptfälle, die eventuell zusammenhängen, dutzende Verdächte und allerlei episodenübergreifende Nebenplots. Dieser Umstand gefällt mir an sich recht gut, da die Einzelepisoden stark reduziert wurden und die Geschichte beständig vorangetrieben wird. Leider verzetteln sich die Autoren in den letzten Episoden etwas und es kommt zu Twists, die meiner Meinung nach etwas weit hergeholt sind und denen es an einer glaubwürdigen Motivation der Figuren mangelt. Hier hatte ich eine schlüssigere Auflösung erwartet.

In der Inszenierung und den grandiosen Dialogen - man muss die Schlagfertigkeit der Familie Mars einfach lieben - bleibt alles beim Alten. So soll es auch sein. Bei den Gastauftritten zeigt sich zudem der Beliebtheitsgrad der Serie: So darf man u.a. Kevin Smith und Joss Whedon bewundern. Auch der restliche Cast kann wieder durch die Bank überzeugen.

“Veronica Mars” ist nach wie vor eine fantastische Serie. Im Vergleich zur ersten Staffel wurden Stärken ausgebaut, doch leider auch Schwachpunkte eingebaut. Man hat teils das Gefühl, dass die Autoren selbst etwas den Überblick verloren haben. Dieser Umstand mindert den Unterhaltungswert der Show keineswegs und ich weiß jetzt schon, dass ich nach der dritten Staffel bestimmt unter Entzugserscheinungen leiden werde: 9/10 Punkte.

Sonntag, 22. Juli 2007

Veronica Mars - Season 1

Auch wenn man heutzutage von einer wahren Serienvielfalt beinahe erschlagen wird, so bleiben die wirklich besonderen doch eine Seltenheit. Oft wird einem das auch erst nach dem Ende einer Serie klar. Ich bin mir allerdings jetzt schon ziemlich sicher, dass auch “Veronica Mars - Season 1″ zu diesen besonderen Erlebnissen in der Serienwelt zählt. “Well, you know what they say: Veronica Mars, she’s a marshmallow.”


Anfangs hatte ich etwas befürchtet, dass uns Veronica Mars zu sehr in die Welt der Teenager entführt. Mit den typischen Problemchen, die besser in eine Soap passen, als in eine ernsthafte Serie. Glücklicherweise ist dem nicht so. Sicherlich hat auch Veronica Mars mit ihrem Liebesleben, der Schule etc. zu kämpfen - aber wie sollte es auch anders sein? Sie ist schließlich noch ein Teenager. Allerdings werden auch diese Dinge so geschickt in die Storyline eingeflochten, dass sie selbst dem abgeneigtesten erwachsenen Zuschauer nicht zu negativ auffallen sollten.

Veronica Mars ist nämlich nicht der normale Teenager, den man noch von seiner Schulzeit kennt. Sie ist der fleischgewordene Traum eines jeden (Ex-)Schülers. Sie strotzt vor Selbstbewusstsein, sie ist unglaublich schlagfertig, sie ordnet sich nicht den Cliquen unter, sie ist stilbewusst, sieht gut aus und arbeitet nebenbei als Privatdetektivin. Wer wäre in seiner Schulzeit nicht gerne wie sie gewesen bzw. hätte gerne jemanden wie sie als Freund gehabt? Ich denke hier liegt das große Identifikationspotential, selbst wenn man seine eigene Schulzeit schon lange hinter sich hat. Veronica Mars verkörpert all das, was man damals - aller Wahrscheinlichkeit nach - selbst angestrebt hat. Sie lebt den Traum.

Hatte ich erwähnt, dass Ms. Mars nebenher als Privatdetektivin arbeitet? Ebenso wie ihr Vater? Aus dieser Prämisse entwickelt sich in jeder Episode ein Fall, der stets höchst interessant ist und bei dem auch vor Themen wie Mord oder Vergewaltigung nicht zurückgeschreckt wird. Ebenso wird eine episodenübergreifende Handlung erzählt: Veronicas Freundin wurde ermordert und es gilt den wahren Täter zu finden. Die ganze Staffel über werden Spuren gelegt und gefunden, die alle - aber auch wirklich alle - in der genialen letzten Episode aufgelöst werden. Selten habe ich ein so mitreißendes Staffelfinale gesehen. Schweißtreibend. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Inszenatorisch weiß die Serie auch zu gefallen. Der Look ist außergewöhnlich. Meist erstrahlt das Bild in bunten Neonfarben, was oft allein durch die Beleuchtung erreicht wird. Anfangs gewöhnungsbedürftig, letztendlich aber mehr als passend und wirklich stilbildend für die Serie. Ebenso fallen viele extreme Weitwinkelaufnahmen und Perspektiven aus dem klassichen Film noir auf, wenngleich dieser Stil nie im Vordergrund steht, wie z.B. beim thematisch ähnlichen “Brick”. Neben der Inszenierung fallen besonders die Schauspieler postiv auf. Allen voran natürlich Kristen Bell. Die perfekte Besetzung für Veronica Mars. Doch auch Enrico Colantoni als Keith Mars hat alle Sympathien auf seiner Seite. Ansonsten ist noch der äußerst passende Titelsong WE USED TO BE FRIENDS der DANDY WARHOLS eine Erwähnung wert. Nicht selten unterlasse ich es den Vorspann zu überspringen.

“Veronica Mars” ist eine unglaublich gut geschriebene Serie. Der Wortwitz erinnert an den eines Joss Whedon (”Firefly”) und ich hoffe sehr, dass die Qualität über die nächsten beiden Staffeln aufrecht erhalten werden kann. Äußerst sehenswert: 10/10 Punkte.



Samstag, 16. Juni 2007

Film: Hot Fuzz (2 Abgewichste Profis)

Eines gleich vorweg: Wer SHAUN OF THE DEAD mochte, der wird HOT FUZZ lieben! Denn alles, was Ersteren so sehenswert machte, damit wartet auch Peggs Neuester auf. Derber Humor, Situationskomik par excellence und einige deftige Splattereinlagen - trotz Copfilms. Nunja, auf ein Genre lässt er sich sowieso nicht festlegen, so knallbunt kommt HOT FUZZ daher. Es dauert keine fünf Minuten, da sorgen Pegg und Kollegen schon für die ersten großen Lacher. Und dieses Tempo hält der Film auch durch, trotz einer Länge von zwei Stunden.

Peggs Humor finde ich relativ schwer zu beschreiben, hat er doch mittlerweile seinen ganz eigenen. Am ehesten würde wohl die Bezeichnung einer Mischung aus Slapstick, Comedy und Situationskomik zutreffen. Erstaunlich ist dabei auch, dass das Ganze nie im Klamauk festfährt oder endet, sondern dem Zuschauer stets einige Hirnzellen zum nachdenken abverlangt. Ja, in der Tat, einige Lacher entfalten ihre volle Wirkung wirklich erst, wenn man kurz darüber nachdenkt und/oder dem Filmverlauf genau folgt.

Neben dem permanent tobenden Humor gibt es aber - der Trailer ließ es ja vermuten - einige Actioneinlagen, die nicht nur den großen Vorbildern wie BAD BOYS II oder POINT BREAK huldigen, sondern das komplette Genre auch auf den Arm nehmen. Der Polizistenalltag ist trist, es gibt so gut wie keine Action, geschossen wird erst recht nicht. All die Filmträume Dannys (Nick Frost), nichtig. Sein Verlangen nach wilden Verfolgungsjagden und Schießereien, ein ewiger Traum. Tja, Film spiegelt eben nur selten die Realität wieder.

Ganz anders verhält es sich im Film - teilweise zumindest: HOT FUZZ ist ein so ganz und gar anderes Copthriller. Es gibt keine Action, lediglich dem Alltagsgedöns urbaner Officers geht er nach. Hier ein Strafzettel, dort ein Ladendieb, das war’s. Doch da gibt es ja noch Timothy Dalton, der sich mehr als nur verdächtig macht. Und so hauen unsere beiden Cops gegen Ende hin dann noch mal so richtig dick auf die Kacke! Da gibt es Shootouts, Sprüche und Slow-mos, die selbst einige (klassische) Genrekollegen in den Schatten stellen. Die beiden machen einen auf Bad Boys und rüsten auf, dass selbst ein John Matrix aus COMMANDO vor Neid erblassen würde.

So ist HOT FUZZ im Prinzip ein ambivalentes Filmvergnügen, das einerseits die Kollegen auf den Arm nimmt, sie andererseits aber auch huldigt. Da dürfte wirklich jeder Genrefan gläserne Augen bekommen. Und auch die Horror- und SHAUN OF THE DEAD-Fraktion dürfte voll auf ihre Kosten kommen, denn Pegg lässt es sich nicht nehmen, auch hier wieder so einiges (derbe) zermatschen zu lassen (meinen Sitznachbarn hat dies ebenfalls gefreut…).

Für mich steht jedenfalls schon jetzt fest, dass HOT FUZZ ähnlichen Kultstatus wie bereits der Vorgänger SHAUN OF THE DEAD (auf den ich jetzt wieder richtige Lust bekommen habe - aber bitte im O-Ton, wie auch das nächste Mal HOT FUZZ). Kein Wunder, denn so verschieden sind die Filme ja auch gar nicht. Beide stecken voller Liebe im Detail und großer Ehrfrucht vor den Klassikern des jeweiligen Genres. Peggs Humor in diesem kunterbunten Knallbonbon ist grandios, charmant und einzigartig. Wer damit nichts anfangen kann, der sollte wirklich mal zum Arzt gehen. (8/10)

TV-Serie: Dexter - Season 1

Zu sagen ich bin begeistert wäre die Untertreibung des Jahrhunderts. Dabei habe ich mich anfangs nur äußerst zögerlich an “Dexter - Season 1″ herangewagt. Eine TV-Serie, die von einem Serienkiller handelt? Ich hatte befürchtet einer unsympathischen Figur zu begegnen. In einer Serie, die schockieren will. Die oberflächlich den Blutdurst der Zuschauer stillt. Viel mehr daneben hätte ich mit meinen Annahmen nicht liegen können.

Dexter ist wie du und ich. Er ist der netty Typ, der gegenüber wohnt. Doch das ist nur die Oberfläche. In Dexter brodelt es. Ihn umgiebt ein dunkles Geheimnis. Wie oft wird gesagt, dass stille Wasser tief sind oder dass sich Abgründe auftun. Auf niemanden trifft das besser zu, als auf Dexter. Er ist das Monster in uns allen. Er ist der sympathische Serienkiller von nebenan. Kann solch eine Figur sympathisch sein? Kann sie eine gesamte TV-Serie tragen? Ja und ja. Man wird bereits in der ersten Folge mit der dunklen Seite konfrontiert. Doch Dexter tötet nicht wahllos. Er lebt nach einem Code. Dieser unterscheidet ihn von den anderen seiner Art. Dieser lässt Dexter menschlich erscheinen.

Durch das Voice-over bekommen wir als Zuschauer einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt Dexters. Man kann ihn sogar bis zu einem gewissen Grad verstehen. Erschreckend? Wohl war. Wer hat sich noch nie wie ein Alien in seiner Umgebung gefühlt? Fremd. Isoliert. Diese bekannten Gefühle schaffen eine Verbindung zum Zuschauer. Man kann sich bis zu einem gewissen Grad mit Dexter identifizieren. Mit einem Serienkiller. Was ist diese Serie doch gut geschrieben.

In “Dexter” wird - neben den besonderen Umständen der titelgebenden Hauptfigur - eine weitere Serienkillergeschichte erzählt. Diese steht enger in Zusammenhang mit Dexters Leben, als man anfangs auch nur zu vermuten wagt. Gegen Ende wird die Handlung immer dichter und es entsteht ein Sog, wie ich ihn schon lange nicht mehr erlebt habe. Dies möchte ich vor allem dem grandiosen Drehbuch und den fantastisch ausgearbeiteten Figuren zuschreiben. Hier macht jede Rolle Sinn. Es gibt kein Flüllmaterial. Alles ist wichtig, unterhaltsam und für den Gesamtzusammenhang unabdingbar.

Man merkt, dass “Dexter” auf einer Romanvorlage - “Darkly Dreaming Dexter” (deutsch: “Des Todes dunkler Bruder”) von Jeff Lindsay - basiert. Ich habe mir ja schon oft gewünscht, man würde sich für Romanverfilmungen mehr Zeit nehmen. Hier scheint dieser Wunsch realisiert worden zu sein. Auch wenn ich die Vorlage nicht kenne, wage ich doch von einer perfekten Adaption zu sprechen. Die Serie hat sich als das perfekte Medium zum Erzählen einer komplexen Geschichte erwiesen. Wie gerne würde ich mehr davon sehen.

Im Fall “Dexter” kann man wohl auch davon ausgehen mehr zu sehen, läuft Ende des Jahres doch die zweite Staffel an. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich auf “Dearly Devoted Dexter” freue.

Die perfekte Unterhaltung: 10/10 Punkte.

Donnerstag, 24. Mai 2007

R.I.P. Uns'r Vroni

Das war dann das Ende für Veronica Mars diese Woche Dienstag, lief das Season Finale mit 2 Episoden (letzte Folge hieß = The Bitch is Back). Die von Kritikern (Joss Whedon, Stephen King,...) hochgelobte Serie, doch von den meisten Zuschauern gemieden bei „The CW“, weil zu komplex und es ja 2 Season’s lang, für Amerikaner meist wichtigen Beziehungen, waren ja eigentlich nicht vorhanden; außer zum Dad von unser Veronica.
Die Zuschauer-Zahlen waren die ganze Zeit eigentlich nicht gut und hätte eigentlich bei einem harten Sender-Chef nie in eine 2te Season bekommen, aber der noch junge „CW“, damals glaub ich noch hieß der Sender „UPN“, Chef glaubte an die Serie und meinte mit der zweiten wird alles besser. Traf auch am Anfang zu, weil viel Geld in Werbung hinein gesteckt worden war. Doch dann die berühmt berüchtigte Winterpause bei den US-Sendern und die Zahlen sanken wieder. So das Fans gegen Ende der 2ten Season Petitionen starteten bzw. öffentliche Aktionen um der Serie evt. doch noch die 3te Season zu verschaffen. Was auch mit Hilfe des Erfinders Rob Thomas bei Sender Chef klappte.

Dafür musste Rob Thomas so einiges in Kauf nehmen und Änderungen vornehmen.
Z.B. keinen Plot mehr der über die komplette Season geht sondern in mindestens 4 Folgen abgehandelt ist und es mussten Beziehungen zu anderen Charakteren eingebaut werden.
Die „älteren“ Fans kritisierten dieses zwar, was auch an der Qualität der Serie litt, aber die Fans nahmen es ins Kauf für eine weiter Staffel mit 20 Folgen.

Momentan (laut Gerüchten von heute) sieht es so aus das Rob Thomas einen Kino Film oder wie man es auch nennen will Abschlussfilm von der Serie plant.
Normal ist das nicht das eine abgesetzte Serie einen Abschluss(kino)film bekommt, aber es kam schon mal und zwar bei Joss Whedon’s Serie Firefly, die damals von FOX einfach abgesetzt wurde, genauso wie Buffy & Angel. Momentan geht ein Ruck durch die doch jüngeren US-TV Zuschauer die sich das nicht mehr gefallen lassen, wenn gute Serien so abgesetzt werden, wo Amerikaner selbst kritisiert werden, bzw. die Politiker. Gutes Beispiel auch ganz aktuell die Serie Jericho, wo CBS innerhalb von einer Woche 3Tonnen Nüsse (Nuts = bedeutet in Amerika im Krieg bzw. TV-Geschäft soviel wie IHR SEID VERRÜCKT/BESCHEUERT) zugeschickt bekommen haben von den Fans der Serie.

Bei uns läuft die Serie natürlich auch super Platziert im deutschen TV!!
Beim ZDF Freitags-Nachts kurz nach 0Uhr momentan in der 2ten Staffel. Die 1ste lief Anfang letzten Jahres dort Samstags um kurz nach 13Uhr. Da stimmten dann die Zuschauer Zahlen auch nicht, wo man die Serie erstmal pausieren lies, dann fing man wieder an und dann kamen die Olympischen Spiele wo die Serie auch wieder pausieren musste.

Gut das ich alle 3 Staffeln seit Dienstag gesehen hab und jetzt natürlich ein wenig auf den Kinofilm hoffe wie bei Serenity!! Damit Veronica weiter Fotos machen kann *g*