Mittwoch, 1. August 2007

Veronica Mars - Season 2

Die zweite Staffel scheint anfangs andere Grundregeln aufzustellen, wie die erste: Veronica Mars ist nicht mehr die große Außenseiterin, sie gehört wieder mehr dazu. Damit konnte ich mich nicht so wirklich anfreunden, doch glücklicherweise entwickelt die wortgewandte Privatdetektivin schnell wieder Eigenständigkeit - und gewinnt damit neue/alte Feinde. Die erste Episode, die das Beziehungsgeflecht um Logan und Duncan aufdröselt empfand ich als einen wunderbaren Einstieg in die zweite Season: Man wurde mit den Veränderungen in Neptune bekannt gemacht und musste letztendlich doch nicht lange auf die Hauptplots der zweiten Staffel warten.

Im Gegensatz zur ersten Season wirkt der Handlungsbogen dieses Mal viel komplexer und undurchschaubarer. Es gibt zwei Hauptfälle, die eventuell zusammenhängen, dutzende Verdächte und allerlei episodenübergreifende Nebenplots. Dieser Umstand gefällt mir an sich recht gut, da die Einzelepisoden stark reduziert wurden und die Geschichte beständig vorangetrieben wird. Leider verzetteln sich die Autoren in den letzten Episoden etwas und es kommt zu Twists, die meiner Meinung nach etwas weit hergeholt sind und denen es an einer glaubwürdigen Motivation der Figuren mangelt. Hier hatte ich eine schlüssigere Auflösung erwartet.

In der Inszenierung und den grandiosen Dialogen - man muss die Schlagfertigkeit der Familie Mars einfach lieben - bleibt alles beim Alten. So soll es auch sein. Bei den Gastauftritten zeigt sich zudem der Beliebtheitsgrad der Serie: So darf man u.a. Kevin Smith und Joss Whedon bewundern. Auch der restliche Cast kann wieder durch die Bank überzeugen.

“Veronica Mars” ist nach wie vor eine fantastische Serie. Im Vergleich zur ersten Staffel wurden Stärken ausgebaut, doch leider auch Schwachpunkte eingebaut. Man hat teils das Gefühl, dass die Autoren selbst etwas den Überblick verloren haben. Dieser Umstand mindert den Unterhaltungswert der Show keineswegs und ich weiß jetzt schon, dass ich nach der dritten Staffel bestimmt unter Entzugserscheinungen leiden werde: 9/10 Punkte.

Sonntag, 22. Juli 2007

Veronica Mars - Season 1

Auch wenn man heutzutage von einer wahren Serienvielfalt beinahe erschlagen wird, so bleiben die wirklich besonderen doch eine Seltenheit. Oft wird einem das auch erst nach dem Ende einer Serie klar. Ich bin mir allerdings jetzt schon ziemlich sicher, dass auch “Veronica Mars - Season 1″ zu diesen besonderen Erlebnissen in der Serienwelt zählt. “Well, you know what they say: Veronica Mars, she’s a marshmallow.”


Anfangs hatte ich etwas befürchtet, dass uns Veronica Mars zu sehr in die Welt der Teenager entführt. Mit den typischen Problemchen, die besser in eine Soap passen, als in eine ernsthafte Serie. Glücklicherweise ist dem nicht so. Sicherlich hat auch Veronica Mars mit ihrem Liebesleben, der Schule etc. zu kämpfen - aber wie sollte es auch anders sein? Sie ist schließlich noch ein Teenager. Allerdings werden auch diese Dinge so geschickt in die Storyline eingeflochten, dass sie selbst dem abgeneigtesten erwachsenen Zuschauer nicht zu negativ auffallen sollten.

Veronica Mars ist nämlich nicht der normale Teenager, den man noch von seiner Schulzeit kennt. Sie ist der fleischgewordene Traum eines jeden (Ex-)Schülers. Sie strotzt vor Selbstbewusstsein, sie ist unglaublich schlagfertig, sie ordnet sich nicht den Cliquen unter, sie ist stilbewusst, sieht gut aus und arbeitet nebenbei als Privatdetektivin. Wer wäre in seiner Schulzeit nicht gerne wie sie gewesen bzw. hätte gerne jemanden wie sie als Freund gehabt? Ich denke hier liegt das große Identifikationspotential, selbst wenn man seine eigene Schulzeit schon lange hinter sich hat. Veronica Mars verkörpert all das, was man damals - aller Wahrscheinlichkeit nach - selbst angestrebt hat. Sie lebt den Traum.

Hatte ich erwähnt, dass Ms. Mars nebenher als Privatdetektivin arbeitet? Ebenso wie ihr Vater? Aus dieser Prämisse entwickelt sich in jeder Episode ein Fall, der stets höchst interessant ist und bei dem auch vor Themen wie Mord oder Vergewaltigung nicht zurückgeschreckt wird. Ebenso wird eine episodenübergreifende Handlung erzählt: Veronicas Freundin wurde ermordert und es gilt den wahren Täter zu finden. Die ganze Staffel über werden Spuren gelegt und gefunden, die alle - aber auch wirklich alle - in der genialen letzten Episode aufgelöst werden. Selten habe ich ein so mitreißendes Staffelfinale gesehen. Schweißtreibend. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Inszenatorisch weiß die Serie auch zu gefallen. Der Look ist außergewöhnlich. Meist erstrahlt das Bild in bunten Neonfarben, was oft allein durch die Beleuchtung erreicht wird. Anfangs gewöhnungsbedürftig, letztendlich aber mehr als passend und wirklich stilbildend für die Serie. Ebenso fallen viele extreme Weitwinkelaufnahmen und Perspektiven aus dem klassichen Film noir auf, wenngleich dieser Stil nie im Vordergrund steht, wie z.B. beim thematisch ähnlichen “Brick”. Neben der Inszenierung fallen besonders die Schauspieler postiv auf. Allen voran natürlich Kristen Bell. Die perfekte Besetzung für Veronica Mars. Doch auch Enrico Colantoni als Keith Mars hat alle Sympathien auf seiner Seite. Ansonsten ist noch der äußerst passende Titelsong WE USED TO BE FRIENDS der DANDY WARHOLS eine Erwähnung wert. Nicht selten unterlasse ich es den Vorspann zu überspringen.

“Veronica Mars” ist eine unglaublich gut geschriebene Serie. Der Wortwitz erinnert an den eines Joss Whedon (”Firefly”) und ich hoffe sehr, dass die Qualität über die nächsten beiden Staffeln aufrecht erhalten werden kann. Äußerst sehenswert: 10/10 Punkte.



Samstag, 16. Juni 2007

Film: Hot Fuzz (2 Abgewichste Profis)

Eines gleich vorweg: Wer SHAUN OF THE DEAD mochte, der wird HOT FUZZ lieben! Denn alles, was Ersteren so sehenswert machte, damit wartet auch Peggs Neuester auf. Derber Humor, Situationskomik par excellence und einige deftige Splattereinlagen - trotz Copfilms. Nunja, auf ein Genre lässt er sich sowieso nicht festlegen, so knallbunt kommt HOT FUZZ daher. Es dauert keine fünf Minuten, da sorgen Pegg und Kollegen schon für die ersten großen Lacher. Und dieses Tempo hält der Film auch durch, trotz einer Länge von zwei Stunden.

Peggs Humor finde ich relativ schwer zu beschreiben, hat er doch mittlerweile seinen ganz eigenen. Am ehesten würde wohl die Bezeichnung einer Mischung aus Slapstick, Comedy und Situationskomik zutreffen. Erstaunlich ist dabei auch, dass das Ganze nie im Klamauk festfährt oder endet, sondern dem Zuschauer stets einige Hirnzellen zum nachdenken abverlangt. Ja, in der Tat, einige Lacher entfalten ihre volle Wirkung wirklich erst, wenn man kurz darüber nachdenkt und/oder dem Filmverlauf genau folgt.

Neben dem permanent tobenden Humor gibt es aber - der Trailer ließ es ja vermuten - einige Actioneinlagen, die nicht nur den großen Vorbildern wie BAD BOYS II oder POINT BREAK huldigen, sondern das komplette Genre auch auf den Arm nehmen. Der Polizistenalltag ist trist, es gibt so gut wie keine Action, geschossen wird erst recht nicht. All die Filmträume Dannys (Nick Frost), nichtig. Sein Verlangen nach wilden Verfolgungsjagden und Schießereien, ein ewiger Traum. Tja, Film spiegelt eben nur selten die Realität wieder.

Ganz anders verhält es sich im Film - teilweise zumindest: HOT FUZZ ist ein so ganz und gar anderes Copthriller. Es gibt keine Action, lediglich dem Alltagsgedöns urbaner Officers geht er nach. Hier ein Strafzettel, dort ein Ladendieb, das war’s. Doch da gibt es ja noch Timothy Dalton, der sich mehr als nur verdächtig macht. Und so hauen unsere beiden Cops gegen Ende hin dann noch mal so richtig dick auf die Kacke! Da gibt es Shootouts, Sprüche und Slow-mos, die selbst einige (klassische) Genrekollegen in den Schatten stellen. Die beiden machen einen auf Bad Boys und rüsten auf, dass selbst ein John Matrix aus COMMANDO vor Neid erblassen würde.

So ist HOT FUZZ im Prinzip ein ambivalentes Filmvergnügen, das einerseits die Kollegen auf den Arm nimmt, sie andererseits aber auch huldigt. Da dürfte wirklich jeder Genrefan gläserne Augen bekommen. Und auch die Horror- und SHAUN OF THE DEAD-Fraktion dürfte voll auf ihre Kosten kommen, denn Pegg lässt es sich nicht nehmen, auch hier wieder so einiges (derbe) zermatschen zu lassen (meinen Sitznachbarn hat dies ebenfalls gefreut…).

Für mich steht jedenfalls schon jetzt fest, dass HOT FUZZ ähnlichen Kultstatus wie bereits der Vorgänger SHAUN OF THE DEAD (auf den ich jetzt wieder richtige Lust bekommen habe - aber bitte im O-Ton, wie auch das nächste Mal HOT FUZZ). Kein Wunder, denn so verschieden sind die Filme ja auch gar nicht. Beide stecken voller Liebe im Detail und großer Ehrfrucht vor den Klassikern des jeweiligen Genres. Peggs Humor in diesem kunterbunten Knallbonbon ist grandios, charmant und einzigartig. Wer damit nichts anfangen kann, der sollte wirklich mal zum Arzt gehen. (8/10)

TV-Serie: Dexter - Season 1

Zu sagen ich bin begeistert wäre die Untertreibung des Jahrhunderts. Dabei habe ich mich anfangs nur äußerst zögerlich an “Dexter - Season 1″ herangewagt. Eine TV-Serie, die von einem Serienkiller handelt? Ich hatte befürchtet einer unsympathischen Figur zu begegnen. In einer Serie, die schockieren will. Die oberflächlich den Blutdurst der Zuschauer stillt. Viel mehr daneben hätte ich mit meinen Annahmen nicht liegen können.

Dexter ist wie du und ich. Er ist der netty Typ, der gegenüber wohnt. Doch das ist nur die Oberfläche. In Dexter brodelt es. Ihn umgiebt ein dunkles Geheimnis. Wie oft wird gesagt, dass stille Wasser tief sind oder dass sich Abgründe auftun. Auf niemanden trifft das besser zu, als auf Dexter. Er ist das Monster in uns allen. Er ist der sympathische Serienkiller von nebenan. Kann solch eine Figur sympathisch sein? Kann sie eine gesamte TV-Serie tragen? Ja und ja. Man wird bereits in der ersten Folge mit der dunklen Seite konfrontiert. Doch Dexter tötet nicht wahllos. Er lebt nach einem Code. Dieser unterscheidet ihn von den anderen seiner Art. Dieser lässt Dexter menschlich erscheinen.

Durch das Voice-over bekommen wir als Zuschauer einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt Dexters. Man kann ihn sogar bis zu einem gewissen Grad verstehen. Erschreckend? Wohl war. Wer hat sich noch nie wie ein Alien in seiner Umgebung gefühlt? Fremd. Isoliert. Diese bekannten Gefühle schaffen eine Verbindung zum Zuschauer. Man kann sich bis zu einem gewissen Grad mit Dexter identifizieren. Mit einem Serienkiller. Was ist diese Serie doch gut geschrieben.

In “Dexter” wird - neben den besonderen Umständen der titelgebenden Hauptfigur - eine weitere Serienkillergeschichte erzählt. Diese steht enger in Zusammenhang mit Dexters Leben, als man anfangs auch nur zu vermuten wagt. Gegen Ende wird die Handlung immer dichter und es entsteht ein Sog, wie ich ihn schon lange nicht mehr erlebt habe. Dies möchte ich vor allem dem grandiosen Drehbuch und den fantastisch ausgearbeiteten Figuren zuschreiben. Hier macht jede Rolle Sinn. Es gibt kein Flüllmaterial. Alles ist wichtig, unterhaltsam und für den Gesamtzusammenhang unabdingbar.

Man merkt, dass “Dexter” auf einer Romanvorlage - “Darkly Dreaming Dexter” (deutsch: “Des Todes dunkler Bruder”) von Jeff Lindsay - basiert. Ich habe mir ja schon oft gewünscht, man würde sich für Romanverfilmungen mehr Zeit nehmen. Hier scheint dieser Wunsch realisiert worden zu sein. Auch wenn ich die Vorlage nicht kenne, wage ich doch von einer perfekten Adaption zu sprechen. Die Serie hat sich als das perfekte Medium zum Erzählen einer komplexen Geschichte erwiesen. Wie gerne würde ich mehr davon sehen.

Im Fall “Dexter” kann man wohl auch davon ausgehen mehr zu sehen, läuft Ende des Jahres doch die zweite Staffel an. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich auf “Dearly Devoted Dexter” freue.

Die perfekte Unterhaltung: 10/10 Punkte.

Donnerstag, 24. Mai 2007

R.I.P. Uns'r Vroni

Das war dann das Ende für Veronica Mars diese Woche Dienstag, lief das Season Finale mit 2 Episoden (letzte Folge hieß = The Bitch is Back). Die von Kritikern (Joss Whedon, Stephen King,...) hochgelobte Serie, doch von den meisten Zuschauern gemieden bei „The CW“, weil zu komplex und es ja 2 Season’s lang, für Amerikaner meist wichtigen Beziehungen, waren ja eigentlich nicht vorhanden; außer zum Dad von unser Veronica.
Die Zuschauer-Zahlen waren die ganze Zeit eigentlich nicht gut und hätte eigentlich bei einem harten Sender-Chef nie in eine 2te Season bekommen, aber der noch junge „CW“, damals glaub ich noch hieß der Sender „UPN“, Chef glaubte an die Serie und meinte mit der zweiten wird alles besser. Traf auch am Anfang zu, weil viel Geld in Werbung hinein gesteckt worden war. Doch dann die berühmt berüchtigte Winterpause bei den US-Sendern und die Zahlen sanken wieder. So das Fans gegen Ende der 2ten Season Petitionen starteten bzw. öffentliche Aktionen um der Serie evt. doch noch die 3te Season zu verschaffen. Was auch mit Hilfe des Erfinders Rob Thomas bei Sender Chef klappte.

Dafür musste Rob Thomas so einiges in Kauf nehmen und Änderungen vornehmen.
Z.B. keinen Plot mehr der über die komplette Season geht sondern in mindestens 4 Folgen abgehandelt ist und es mussten Beziehungen zu anderen Charakteren eingebaut werden.
Die „älteren“ Fans kritisierten dieses zwar, was auch an der Qualität der Serie litt, aber die Fans nahmen es ins Kauf für eine weiter Staffel mit 20 Folgen.

Momentan (laut Gerüchten von heute) sieht es so aus das Rob Thomas einen Kino Film oder wie man es auch nennen will Abschlussfilm von der Serie plant.
Normal ist das nicht das eine abgesetzte Serie einen Abschluss(kino)film bekommt, aber es kam schon mal und zwar bei Joss Whedon’s Serie Firefly, die damals von FOX einfach abgesetzt wurde, genauso wie Buffy & Angel. Momentan geht ein Ruck durch die doch jüngeren US-TV Zuschauer die sich das nicht mehr gefallen lassen, wenn gute Serien so abgesetzt werden, wo Amerikaner selbst kritisiert werden, bzw. die Politiker. Gutes Beispiel auch ganz aktuell die Serie Jericho, wo CBS innerhalb von einer Woche 3Tonnen Nüsse (Nuts = bedeutet in Amerika im Krieg bzw. TV-Geschäft soviel wie IHR SEID VERRÜCKT/BESCHEUERT) zugeschickt bekommen haben von den Fans der Serie.

Bei uns läuft die Serie natürlich auch super Platziert im deutschen TV!!
Beim ZDF Freitags-Nachts kurz nach 0Uhr momentan in der 2ten Staffel. Die 1ste lief Anfang letzten Jahres dort Samstags um kurz nach 13Uhr. Da stimmten dann die Zuschauer Zahlen auch nicht, wo man die Serie erstmal pausieren lies, dann fing man wieder an und dann kamen die Olympischen Spiele wo die Serie auch wieder pausieren musste.

Gut das ich alle 3 Staffeln seit Dienstag gesehen hab und jetzt natürlich ein wenig auf den Kinofilm hoffe wie bei Serenity!! Damit Veronica weiter Fotos machen kann *g*


Montag, 21. Mai 2007

TV-Serie: Jericho (Der Anschlag)

Worum geht es:

Ein „strahlend“ schöner Morgen in Jericho, Kansas. Kinder stürmen zum Schulbus, Väter verabschieden sich ins Büro oder auf’n Bau. Dann die Katastrophe. Eine dumpfe Explosion erschüttert den Ort. Während die Erde bebt, der Strom ausfällt, explodiert ein gewaltiges Wolkenmassiv am Horizont. Ein Atompilz!!
Das Ende der Welt? Krieg? Terror?
Die Kleinstadt Jericho fällt ins Chaos. Schaffen sie es, ihr Überleben zu organisieren?
Und wie finden sie am besten, heraus was eigentlich passiert ist?

Science-Fiction?!

Hinter der Serie stehen Hollywood-Profis wie Produzent Jon Turteltaub (43, „Das Vermächtnis der Tempelritter“) und Autor Stephen Chabosky (37, Rent), die Jericho nicht als
Science Fiction sehen, « sondern als bedrohliches, reales Szenario », das sich im Laufe der ersten 22Folgen zum Kriegsschauplatz für echte Helden und Schurken wandelt.
Gedreht wurde nicht in Kansas, sondern in Bakersfield und Santa Clarita/Kalifornia. Sie erinnert atmosphärisch stark an Filmklassiker „The Day After“ von 1983 aus der Spätphase des Kalten Krieges.

Kritik:

Am Anfang, also die ersten 4 Episoden, hatte die Serie über 12 Millionen Zuschauer in den USA, dann hat CBS die Serie verlängert und noch um ein paar Episoden erweitern lassen per Vertrag. Dann kam die lange Winterpause, da nach wurden wieder ein paar Folgen ausgestrahlt und die Einschaltquote der Serie sank zunehmends (wie es bei LOST auch momentan der Fall ist, aber die Serie kommt vom Sender ABC). CBS schob also wieder eine Pause der Serie ein und zeigt dann den Rest. Die Leute waren durch die lange Winterpause einfach nicht mehr dran interessiert an der Serie, aber CBS lernt ja nicht dazu, bei den guten Vorgänger Serien (Surface & Invasion, wobei letztere sehr zu empfehlen ist) war es der gleiche Fall, das die Serien nach einer Season mit offenem Ende einfach abgesetzt wurde. Dieses Schicksal ereilte auch Jericho, es werden zwar Handlungsstränge aufgelöst, aber die Hauptfrage bleibt offen.

Ich hab die Serie komplett in englisch geschaut und am Wochenende die erste Episode in deutsch gesehen und muss mal wieder sagen das die deutschen Syncron-Stimmen wieder absolut nicht zu den Charakteren passen. Jake Green’s Stimme find ich z.B. hört sich viel zu jung an für 32Jahre und ich würde im nichts abkaufen von den Story’s die er erzählt, zumindest nicht mit der deutschen Stimme!

Die Serie ist genial, klar sonst würde ich nicht drüber schreiben! Hat eine wunderbare Atmosphäre und erzähl Struktur.
Was mich Fazinierd ist wie stark der amtierende Bürgermeister bis Mitte der Staffel probiert alles so normal wie möglich zu halten und auch die Lebensmittel Rationiert für jeden Einwohner im Ort bis es Neuwahlen gibt. Ab da herrscht eigentlich nur noch Chaos und der ehemalige Bürgermeister, schafft es doch wieder Ordnung in das Durcheinander zu bringen!

Was mich ein wenig stört ist das die Frauen bis auf 3 Ausnahmen in der Serie eigentlich nur am rumjammern sind und sich lieber von Fremden schlagen oder sonst was an tun lassen würden, ehe das sie sich wehren. Am Ende der Staffel ist es zwar nicht mehr so aber am Anfang störte es mich extrem! Wenn Notstand herrscht, gewinnt halt der Stärkste bei so einer Situation. Ich persönlich glaub ja auch nicht mehr an einen Atomkrieg, eher kämpfen wir demnächst um Wasser, aber die Serie geht gut mit der Situation um was wäre wenn! Der deutsche Zusatz Titel Der Anschlag spoilert zwar extrem wie ich finde und ich hoffe das ich nicht zu viel verraten hab in meinem Artikel.

Die Serie bekommt ein gut von mir rutscht etwas knapp an einem sehr gut vorbei weil, man doch in der Mitte der Staffel bemerkt das sich das ganze etwas zieht, in der Erzähl Struktur und die Staffel auf wenige Folgen ausgelegt war.

Die Serie läuft ab 04.06.07 auf Pro7 um 21:15Uhr immer Montags

9 von 10 Punkten bzw. 88%

Freitag, 11. Mai 2007

TV-Serie: DEXTER



Serien Info:
In der Drama-Serie Dexter spielt der Six Feet Under Star Michael C. Hall die Hauptrolle, er mimt die Rolle eines forensischen Experten, also eine Art Gerichtsmediziner der Polizei in Miami. Doch hat Dexter auch einen Nebenjob, den des Serienkillers. Wie ein moderner Robin Hood der etwas anderen Art nimmt er das Recht in die eigene Hand und lässt Menschen für ihre Gräueltaten bezahlen.



Der US Pay TV Sender Showtime teilte nun mit, dass 12 neue Episoden für die zweite Staffel der sehr erfolgreich laufenden neuen Serie Dexter in Auftrag gegeben wurden. Zu sehen sein wird das dann alles in diesem Sommer, der Drehbeginn war dann anfang des Jahres.
Wie der Sender selbst bestätigt, ist Dexter ein unglaublicher "Home-Run", mit dem man nicht mal ansatzweise rechnen durfte. Die makabere Geschichte um den forensischen Rächer kommt sowohl lobend bei der kritischen Presse mit Bestnoten an, wie auch bei den überragenden Zuschauerzahlen, runde 2.0 Millionen schauen regelmäßig zu und sind begeistert.

Hintergrundinfos: Michael C. Hall (David Fisher aus Six Feet Under) verkörpert Dexter, der Mörder, Vergewaltiger und Kinderschänder, die der Justiz entkommen sind, grausam ermordet.
Die erste Staffel besteht aus 12 Folgen, was normal ist bei den US-Privat Sendern;
Also nach der ersten Folgen dachte ich mir so, was ist das nur fuer ein kranker Freak!
Mittlerweile (E06) erkennt man aber dass er eigentlich gar nicht anders kann und so wie er seine Faelle loest und wie er fuer seine Pseudo-Freundin und seine Stief-Schwester da ist, man eigentlich auch nur zu ihm halten kann Freude
Was mir besonders ins Auge gestochen ist, ist die "parental advisory - explicit language" doch sehr derbe Ausdrucksweise. Dafür laeuft es bei dem Amis ja auch nachts um 10 Uhr.
Mir gefällt die Serie richtig gut. Hab aber bedenken das die Serie hier jemals Uncut im TV laufen wird, vielleicht erscheint sie ja dann Ungeschnitten auf DVD.
Die Kritiken sind gut, über die Ratings ist mir noch nichts bekannt.

Trailer

IMDB Link

Donnerstag, 3. Mai 2007

TV/DVD: Prison Break

Am 1.Mai habe ich die erste Season der US-Serie Prison Break beendet und bin restlos begeistert. Das Ganze fing so gut und fesselnd an, da war mir noch gar nicht klar, wie gut sich die Serie dann noch entwickeln würde. Was dann zum Ende an Action und Spannung abgebrannt wurde, macht so manchen Kinofilm neidisch. Und dabei suchte ich nur eine Ersatzdroge in der momentanen serienlosen Zeit, da sowohl 24 als auch Lost und Battlestar Galactica Pause haben. Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass Prison Break sich zu einem absoluten Favoriten, mausern würde.

Worum geht’s?
Prison Break als reine Erzählung eines Gefängnisausbruches zu beschreiben, würde der Serie auf keinen Fall gerecht werden, denn die Handlung ist deutlich komplexer. Lincoln Burrows sitzt Fox River Staatsgefängnis und wartet dort auf seine Hinrichtung. Ihm wird zur Last gelegt, den Bruder der US-Vizepräsidentin ermordet zu haben. Sein Bruder Michael Scofield glaubt an eine Verschwörung und die Unschuld seines Bruders. Er begeht einen Banküberfall und lässt sich dabei erwischen, um in das gleiche Gefängnis zu kommen und den Ausbruch seines Bruders zu organisieren. Dazu hat er sich alle nötigen Pläne auf seinen Oberkörper tätowieren lassen.

Allein hat Michael keine Chance. Er braucht die Hilfe vieler Insassen, die untereinander bis aufs Blut verfeindet sind. Seine Mitinsassen helfen ihm nicht aus Nächstenliebe, sondern weil sie alle eine eigene Triebfeder haben, um aus dem Gefängnis zu kommen. Sei es um einen Zeugen für die Mafia zu erledigen, die zukünftige Ehefrau wiederzusehen oder um ein Familienmitglied noch einmal vor dem Tod zu sehen. Parallel zur Handlung hinter Gittern versucht die Anwältin Veronica Donovan, die gleichzeitig die Ex-Geliebte von Lincon Burrows ist, Lincolns Unschuld zu beweisen und die Verschwörung aufzudecken.

Wenn ich die Vorzüge der Serie aufzählen sollte, dann wüsste ich zunächst nicht, wo ich anfangen soll. Die Story ist intelligent umgesetzt und bietet viele Twists, spannende Cliffhanger und zahlreiche Überraschungen, insbesondere auf Seiten der Verschwörung aber auch aufgrund der schlecht planbaren Probleme innerhalb der Gefängnismauern. Auf Seiten der Gesetzeshüter ist man der Gruppe der Ausbrecher ständig hautnah auf den Fersen.

Highlight der Serie sind auf jeden Fall die extrem gelungenen und vielschichtigen Charaktere. Am besten hat mir Peter Stormare als zwielichtiger John Abruzzi gefallen. Sein Gegenspieler ist der überaus brutale „T-Bag“, der von Robert Knepper gespielt wird. Als harter Hund unter den Aufsehern fällt vor allem Captain Brad Bellick auf, der von Wade Williams gespielt wird. Die Mädels können sich auf die beiden Hauptfiguren Dominic Purcell und Wentworth Miller freuen. Für uns Jungs gibt es als Augenweide Sarah Wayne Callies als zuckersüße Ärztin und die schöne Anwältin Robin Tunney. Und auch die anderen Figuren sind glänzend besetzt worden und füllen nicht nur irgendwelche Lücken, sondern tragen ernorm zur tollen Atmosphäre bei.

Natürlich ist das alles nicht super-realistisch, aber das ist 24 auch kaum, Lost sogar noch weniger. Intelligent gemachte Unterhaltung ist Prison Break auf jeden Fall und schafft es über 22 komplette Folgen auf einem extrem hohen Niveau an den Schirm zu fesseln. Mir ist noch nicht ganz klar, wie es in Season 2 weiter gehen wird, ein Zusatz-Namen ist bekannt weil die 2te Staffel ja schon im US-TV lief. Manhunt lautet er und die 3te Staffel ist auch schon bestellt von FOX. Die 2te Staffel wird ich mir mal kommendes Wochenende vornehmen, heißt falls ich das zeitlich schaffe, weil die Serie fesselt einen an den Bildschirm so das man es selten schafft auch nur aufs Klo zukommen.

Die erste Staffel hat sich für den deutschen Markt RTL unter den Nagel gerissen. Starten wird sie hierzu Land nach etlichen Verschiebungen von RTL Seiten aus am 21 Juni ab 22:15 Uhr immer im doppel Pack. Damit umgeht der Sender natürlich der Kürzung einzelner Folgen (müssen nicht gekürzt werden), weil einige Folgen doch schon recht brutal sind für die FSK 16 Freigabe, genauer will ich da jetzt nicht drauf eingehen, schaut euch es definitiv an!!

Wer nicht warten möchte kann sich die erste Staffel momentan für umgerechnet ca.26€ ink. Versand bei www.amazon.com bestellen, dort sind auch englische Untertitel drauf, die beim schauen und verstehen helfen, weil doch ziemlich viel Gang-Sprache im Knast geredet wird.

Deutsche Fansite: http://www.prisonbreakreport.de/

Mittwoch, 25. April 2007

Passt auf jede Gurke

Was will uns dieses Werbeplakat mitteilen?


a) Gurkensize does matter!

b) Gib Aids keine Chance!

c) Es gibt viele Möglichkeiten Gurken einzulegen.
d)

e) Fleisch ist mein Gemüse.

Kino: Shooter

„I don't think you understand - these people killed my dog.”

Man nehme ein paar gute Marine (Commando) oder Ex-Marine (Man on Fire) Action Filme, legt sie in eine Schüssel und rühre sie gut um. Was dabei herauskommt ist Shooter.

Und ab Minute eins geht es eigentlich schon richtig zur Sache, da fliegt oder auch spritz sie Gehirnmasse nur so über die Kino-Leinwand. Die gezielten Kopfschüsse verteilt Bob Lee Swagger (Mark Wahlberg), der sich auf geheimer Mission irgendwo in Afrika befindet und kurz darauf nicht nur seinen besten Freund beim Rückzug verliert sondern auch noch von der eigene US-Army Einheit hängen gelassen wird. Fortan lebt der Aussteiger irgendwo in den Bergen mit seinem Hund, bis Colonel Johnson (Danny Glover) ihn aufspürt, damit er einen Scharfschützen Anschlag auf den Präsidenten verhindert. Und schon ist Swagger in großen Schwierigkeiten, nicht das er gut willig hilft bzw. geholfen hat, da jagt die ganze Nation als den Mörder der Präsidenten. Von den Behörden gnadenlos gejagt, wendet er sich an Sarah (Kate Mara), die Freundin seines früheren Partners. Doch auch der junge FBI-Agent Memphis (Michael Peña), den Swagger bei seiner Flucht erstmal über den Haufen rennt, hat Zweifel am Tathergang. Das ungleiche Team muss sich erstmal zusammenraufen, bevor es den Hintermännern des Attentats auf die Pelle rücken können.

Selbstjustiz wird im ganzen Film eigentlich verherrlicht, das Ende bleibt dabei nur die Spitze vom Film. Der Zuschauer kapiert das hoffentlich schnell und steht dem sehr kritisch gegenüber. Mark Wahlberg nimmt man sein, Rambo Image ab, wo er doch im Alleingang ein paar (dutzende) Böse-Jungs erledigt. Schließlich hat es ihm ja die Regierung so beigebracht.

Eigentlich waren Keanu Reeves (Swagger) & Eminem (Johnson) für die Rollen vorgesehen, aber Reeves wollte nicht da hat der andere auch nicht eingewilligt. Gut so wie ich finde, die weiße Rap-Schwuchtel kann auch nicht Schauspielern!

Amerika gibt natürlich für den Film nur gute Kritiken, weil Scharfschützen ja das Rückrat der Army sind und und und.....

Gut Shooter, bzw. Fuqua zaubert schon ein bildgewaltiges Action Kino auf die Leinwand, was natürlich eher auf das Männliche Publikum ausgelegt ist, aber trotz Lücken bzw Anschlussfehler im Drehbuch, richtig kracht.
Der Film hat übrigens ein KJ (keine Jugend Freigabe) bekommen.

80 %